Hackfleisch ist aufgrund seiner zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten eine durchaus beliebte Variante des Fleischs. In der Regel besteht es aus grob entsehntem Muskelfleisch mit Salz als einzigem Zusatz. Dabei darf der Salzgehalt 1 % nicht überschreiten.

  1. Die Vielfalt des Hackfleisches
  2. Qualität erkennen
  3. Haltbarkeit und Lagerung
  4. Kulinarischer Reichtum mit Hackfleisch

Seinen Namen erhielt das Produkt durch die Zubereitungsmethode. Früher wurden die Fleischstücke mit einem Messer gewiegt oder gehackt. Heute hat sich die einfachere Arbeit mit dem Fleischwolf durchgesetzt.

Die Vielfalt des Hackfleisches

Hackfleisch wird nicht nur aus dem Muskelfleisch einer bestimmten Tierart produziert. Meistens bieten Metzger Produkte vom Schwein oder vom Rind an.

  • Rindergehacktes ist besonders mager und besitzt einen Fettanteil von bis zu 20 %.
  • Rinderhackfleisch, das als Tatar für den rohen Verzehr bestimmt ist, wird feiner gehackt und besteht aus maximal 6 % Fett.
  • Schweinehackfleisch ist gewürzt auch zum rohen Verzehr geeignet und darf bis zu 35 % Fettanteile enthalten.
  • Ein Mix aus beiden Hackfleischsorten ist besonders preiswert. Das Produkt darf in diesem Fall höchstens einen Fettanteil von 30 % beinhalten.
  • Weitere Hackfleischsorten stammen vom Lamm oder Hammel.
  • Hackfleisch vom Wild oder Geflügel ist seit 2007, nach der Änderung der Hackfleischordnung, im rohen Zustand für den Verkauf zugelassen.

Qualität erkennen

Hackfleisch QualitaetFrisches Hackfleisch zeichnet sich durch ein kräftiges Rosa aus und riecht neutral. Verströmt das Produkt einen saueren oder süßlichen Duft, ist es verdorben. Zudem sind braune oder trockene Stellen eine eindeutige Warnung.

Haltbarkeit und Lagerung

Aufgrund der Zerkleinerung wird die Oberfläche des Fleisches größer und ist somit anfälliger für Keime, die beim Menschen ernsthafte Erkrankungen verursachen können. Listerien, Trichinen, Salmonellen und Kolibakterien können sich schnell verbreiten.

In der Regel sollte frisches Hackfleisch innerhalb eines Tages verzehrt oder weiter verarbeitet werden. Durch den Zusatz von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid kann das Hackfleisch in einer besonderen Vakuum-Verpackung gut gekühlt länger haltbar bleiben. Wichtig ist, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wurde.

Vorsicht: Nach dem Ablauf des Verbrauchsdatums darf Hackfleisch nicht mehr verarbeitet und gegessen werden.

Lagerung: Wer Hackfleisch kauft, transportiert es am besten in einer Kühltasche vom Metzger nach Hause. Die optimale Temperatur im Kühlschrank beträgt nicht mehr als 4° Celsius. Das Hackfleisch am besten in einer wieder verschließbaren Dose lagern.

Tipp: Vakuumverpacktes Hackfleisch etwa 30 Minuten vor dem Braten öffnen, damit das Fleisch wieder Sauerstoff aufnehmen kann.

Einfrieren: Wird das frische Hackfleisch nicht am Kauftag verwertet, kann es eingefroren werden. Egal ob eine wieder verschließbare Dose oder eine Gefriertüte genutzt wird, wichtig ist, dass so wenig Luft wie möglich zwischen Hack und Behälter ist. In der Tiefkühltruhe hält sich das Hackfleisch etwa vier bis sechs Monate.

Tipp: Es kann sowohl rohes als auch gebratenes Hackfleisch eingefroren werden. Wichtig ist jedoch, dass nach dem Auftauen ein nochmaliges Einfrieren nicht möglich ist.

Kulinarischer Reichtum mit Hackfleisch

Hackfleisch ZubereitungFür den rohen Verzehr wird Rinder- oder Schweinehackfleisch mit verschiedenen Gewürzen abgeschmeckt und mit Zwiebeln zu Brot oder Brötchen gereicht.

Gegart sind die Möglichkeiten zur Verwendung von Hackfleisch nahezu unbegrenzt. Ob als Chili con Carne oder als Fleischzusatz zu einer Käse-Lauchsuppe, Hackfleisch bildet eine bedeutende Grundlage.

Weitere Möglichkeiten bieten sich, wenn Hackfleisch als Suppeneinlage, z. B. im Graupen- oder Gemüseeintopf, oder als Königsberger Klopse auf den Tisch kommt.

Gern wird Hackfleisch auch für Frikadellen und Hackbraten verwendet, die von den Zutaten her wieder weitere Varianten zulassen.

Hackfleisch ist als Füllung für diverse Gemüse besonders beliebt, z. B. bei Paprika, Zucchini und Auberginen.

Als Grundlage für eine Lasagne oder Bolognese-Soße präsentiert sich Hackfleisch als besonders wandlungsfähig in der wohlschmeckenden Küche des Fleischgenießers.

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