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preiswert kochen: komplettmenü für ca. 5 Euro

preiswert kochen: komplettmenü für ca. 5 Euro

Beitragvon Siri » 25 Aug 2005 20:17

hi leuts,

denke, unter der überschrift kann man auch was sammeln...

...aber bitte nicht so was wie nudeln mit zucker - das schmeckt zwar auch gut, muß aber hier NICHT rein.

und nicht vergessen: gebt eurem beitrag einen titel!

als einstieg hier der ( http://www.webkoch.de/forum/viewtopic.php?p=20594#20594 ):
fuffi hat geschrieben:
    Broccolicremesuppe
    gebratene Champignon in Knoblauch
    Frikadellen, Rahmkohlrabi und gestampfte Kartoffeln
    Kaiserschmarrn
(Mengen für 2-3 Personen gedacht)
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Beitragvon fuffi » 26 Aug 2005 13:17

Hallo,

so wie es ausschaut, bin ich in diesem Thread Alleinunterhalter.
Macht nichts, werde trotzdem noch weitere Vorschläge bringen.

Den Leuten in unserem Land scheint es doch nicht so schlecht zu gehen, wie es immer heisst.

Oder is(s)t man nicht standesgemäß, wenn es auch mal eine billige Mahlzeit sein darf?

Bei einigen Discountern bei uns wird das Gemüse vom Vortag zum halben Preis verkauft. Kaum zu glauben, wer sich an diesen Körben alles tummelt.
Oder wenn es Fleisch in Auktionen gibt, da kaufen bei uns nicht nur die finanziell Schwachen ein. Ich würdet Euch wundern, wer sich da alles anstellt.

Habe wirklich manchmal hier im Forum den Eindruck, daß Geld´überhaupt keine Rolle spielt.
Finde ich schade.

Viele Grüße fuffi
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@fuffi

Beitragvon plankton » 26 Aug 2005 13:45

Für mich spielt Geld schon ne Rolle, würde hier in dem Tread auch gerne mitmischen. Nur, wie schon bemerkt stimmen die Relationen Deutschland und Schweiz so gar nicht zusammen. Etwas wirklich Gscheites zum Essen für 5Euro, das kann ich hier bei uns glatt vergessen. :cry:

Lieber Gruss Evelin
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Vegetarisch - günstiger?

Beitragvon Helga2 » 26 Aug 2005 13:59

dadurch, dass ich meist fleischfrei koche, komme ich schon etwas günstiger weg. Allerdings sind hier in München Gemüse sehr teuer - obwohl ich darauf achte, saisonal einzukaufen. Nicht, dass Geld bei mir keine Rolle spielt (schön wär's), aber ich müsste mal durchrechnen, was ich pro Essen so ausgebe. Meist macht frau doch so eine Mischkalkulation, wobei ich selbstverständlich viel (nicht alles) in Discountern einkaufe. Ich denke, das tun die meisten, sonst hätten die ja nicht so einen Erfolg :wink:

Ich habe nicht den Eindruck, dass hier im webkoch die Feinkostladenfraktion so stark vertreten ist :)

@Plankton, ja, die Schweizer Preise sind selbst für Münchner Verhältnisse ziemlich hoch! Dafür ist die Qualität der Lebensmittel oft besser als in D.
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Beitragvon crazycook » 26 Aug 2005 14:11

Brot und Kuchen verkauft unser Großbäcker Samstagmittag zu Schleuderpreisen; da rennen die Leutchen hin wie verrückt und decken sich fürs Wochenende ein. Da mein Freund dort arbeitet, haben wir Glück und immer taufrische Ware - hört euch mal um in Bäckereien, viele bieten Backwaren zu bestimmten Zeiten für die Hälfte des Preises an (der Tipp gilt nicht für Helga, die alle Torten selber backt :wink:)
Ansonsten kaufe ich i.d.R. nach Saison und Angebot: Prospekte wälzen, Sorte Fleisch oder Gemüse auswählen und darauf aufbauen. Oder Fisch und Geflügel TK oder auch Lendchen im Discounter. Die Sachen sind gar nicht schlecht. Oder Angebote kaufen und bis zur Weiterverwenduing einfrieren (Hack, Braten & Co.)
Zwischendurch gibt's aber auch mal frische Muscheln oder Gemüse vom Markt. Ab und an muss das sein.


[2005-08-26 14:14] Bearbeitet durch -crazycook-
Zuletzt geändert von crazycook am 26 Aug 2005 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Siri » 26 Aug 2005 14:11

fuffi hat geschrieben:so wie es ausschaut, bin ich in diesem Thread Alleinunterhalter....
? ich bin doch auch hier? :wink:

fuffi hat geschrieben:Oder is(s)t man nicht standesgemäß, wenn es auch mal eine billige Mahlzeit sein darf?
nun, ich glaube nicht, daß es unter uns nur snobisten gibt!
das problem wird eher sein, die konkreten kosten für eine mahlzeit zusammenzuzählen, was ja extra arbeit macht...
ich geh' da meist vom gefühl her ran, die Petersilienkartoffeln a la Herbert D. (Schwenkkartoffeln) dürften z.b. was sehr preiswertes sein...
dieses rezept habe ich auch deshalb hier reingestellt! der gag dabei ist, daß man mit ein paar kleinigkeiten (estragon, rosmarin) solche gerichte wunderbar 'veredeln' kann, ohne sich gleich in unkosten zu stürzen!
okay, gewürze & kräuter kosten auch beim discounter 'n haufen geld - aber man soll sie i.d.r. ja sowieso dezent einsetzen!
u.a. empfehle ich ja auch ausnahmsweise mal 'e konkrete marke: http://www.webkoch.de/forum/viewtopic.php?p=18655#18655

ich werde auch mal meine rezepte nach besonders preiswert durchforsten...

fuffi hat geschrieben:Ich würdet Euch wundern, wer sich da alles anstellt.
altes ding: irgendwer hat mal (wie auch immer) statistiert, das das durchschnittseinkommen der kunden von dawoesalldieschönensachengiebt höher ist als bei anderen discountern...

p.s.:
(1) wer hier was beiträgt, outet sich ja nicht gleich als hartz-er...
(2) ich oute mich dahingehend, auch schon mal ein paar gramm bison (49,00 €) gekauft zu haben...
... i.d.r. aber schon möglichst preiswert (d.h., den preis wert) einzukaufen!

p.p.s.:
DER kommt unterm strich auch günstig: Borschtsch...
... z.b. einmal gekocht (energie!), ggf. viiiiiiele mahlzeiten...


[2005-08-26 14:34] Bearbeitet durch -Siri-
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Beitragvon Neele » 26 Aug 2005 15:30

Ich koche eigentlich immer günstig. 8) Aber ich kaufe nicht im Discounter. Nein, das tue ich mir nicht an. 8) Beim Fleisch achte ich auf Qualität und kaufe nur Bio. Kilopreis 20 - 25,00 Euro. :shock: Dass man sich das nicht jeden Tag leisten kann ist wohl klar. Deshalb (und weil wir so gerne auch nicht mehr oft Fleisch essen mögen) gibt es bei uns Fleisch nur noch alle 6 - 8 Wochen. Brot, Brötchen und alles was mit Mehl zu tun hat backe ich selber. Das spart enorm. Dafür liegt immer ein großer Sack Kartoffeln vom Bauern in der Garage. Daraus kann man schon leckere günstige Mahlzeiten zubereiten. :)

P.S. Außerdem sind wir das Land in Europa, das am wenigsten für Lebensmittel ausgibt. Da kann wohl was nicht stimmen. :shock:


[2005-08-26 15:32] Bearbeitet durch -Neele-
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Beitragvon Siri » 26 Aug 2005 17:20

Neele hat geschrieben:Da kann wohl was nicht stimmen. :shock:
je nun, MUSS man mehr für's essen bezahlen?
ich mein', für den bauern um die ecke vielleicht, damit er überleben kann...

daß wir dafür so ziemlich weltspitze sind im miete-, nebenkosten- und zinsenfüralletmöchliche-bezahlen (sowie via steuern tausende geldverschlingundtrotzdemunnütz-milliardenprojekte, wie z.b. die immobilien-"förderung"-ost) ist auch nicht grad lustig!

aber wir wollten ja hier über günstig zuzubereitende mahlzeiten reden...!
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Beitragvon Neele » 26 Aug 2005 20:52

Neele hat folgendes geschrieben:
Da kann wohl was nicht stimmen.
je nun, MUSS man mehr für's essen bezahlen


Ja, muss man. Eigentlich!!! Denn Qualität kostet nun mal Geld. :wink: Und ich weiß nicht was z.B. an Hackfleisch das Kilo für 1,99 Euro im Angebot lecker und gesund sein soll. :shock: :shock:
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5 € Essen

Beitragvon RumpiKB » 26 Aug 2005 22:10

Hallo allerseits!
Ich habe zwar keine Preise im Kopf,aber folgendes Menü dürfte trotzdem preiswert sein.
1)Spinatcremesüppchen mit gebratenen Schinkenstreifen
2)Gedünstete Hähnchenbrust mit Champignonsauce und Reis
3)Apfelpfannekuchen mit Honig
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Beitragvon Siri » 26 Aug 2005 22:20

hi Neele,
Neele hat geschrieben:Ja, muss man. Eigentlich!!!
so weit, so (fast) richtig (aber lange nicht gut!).
Neele hat geschrieben:Hackfleisch das Kilo für 1,99 Euro
mit der frage nur nach dem preis ist das wesentlich zu kurz gehopst!!

solange in dem kreislauf angebot, nachfrage, konzernmacht, schwindende kaufkraft die (gar nicht freie) wirtschaft die priorität vor politik, gesundem menschenverstand und dem wohlergehen aller menschen hat, wird sich die spanne zwischem herstellungskosten und endverbraucherpreisen eher noch weiter auftun...

ja, auch ein lkw-fahrer muß geld verdienen. MUSS ich deswegen auf Rügen (da gips auch kühe) bayrische milchprodukte billig bekommen bzw. überhaupt kaufen können? NEIN! wenn doch, dann gern auch teuer - insofern stimme ich dir zu.

andererseits steht der erzeuger unter ständig wachsendem druck der vermarktungskonzerne (sowie in vielen fällen von ellenlangen zwischenhändler- und provisionsabgreifer-)ketten. da ist der reiz, an der qualitätsschraube zu drehen, schon groß. nur, wieviel qualität ist drin in dem endpreis? bei namhaften marken und ketten weitaus weniger, als man denken möchte! also versuche ich z.b., produkte mit möglichst kurzen vertriebswegen zu finden...

das eigentliche problem liegt aber noch tiefer. wenn die masse der leute (in D!) ja nicht gerade als reich bezeichnet werden kann, diese aber auch versorgt werden müssen, drückt DAS den endverbraucherpreis insgesamt - unabhängig von den vertiebswegen oder irgendeiner qualität. irgenwo irgendwie mehr bezahlen ändert daher weder am durchschnittspreis noch an der qualität!

ich kenne auch leute, für die selbst 1,99€/kg hack (~ 4 DM!!) eine hohe hürde sind... wie sollen die auf qualität achten?

usw., usf...

p.s.
EINEN trick kannst du ja auch mal versuchen:
vielleicht findest du einen metzger, der dir für ein freundliches lächeln das hack schon für 0,99€ vermacht?
wer weiß, vielleicht halten es ja viele WK so...
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Beitragvon fuffi » 28 Aug 2005 12:11

Hallo,

bei uns in Bayern gibt so einen Spruch.
Manchen Leuten erzählt man im Himmel ist Kirchweih und die fahr`n hin.
Ist doch war.

Welcher Metzger schlachtet denn noch selbst? Bei uns im orte sind es gerade mal 2 von 10
Das kann man daran erkennen, wer am Dienstag frische Blutwürste anbietet und Kesselfleisch. Das sind Produkte aus eigener Schlachtung.
Kenn mich da ein wenig aus, meine Großeltern waren Landwirte.

Alle anderen Metzger holen sich ihr Fleisch am zentralen Schlachthof.
Dort wo auch unser Edeka-Metzger hinfährt. (Weiß ich aus sicherer Quelle)
Nur der Edeka-Metzger hat wöchentliche Angebote.

Die Zeiten sind vorbei, wo ein Metzger über Land fährt und bei den Bauern seine Schweine holt. Vielleicht mal Eine - um sein Gesicht zu wahren - aber bestimmt nicht seinen Gesamtbedarf.


Viele Grüße fuffi
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Beitragvon Nostradamuz » 05 Dez 2005 10:41

ich kaufe mein Fleisch meist beim Türken, da kostet das Pfund Rinderhack 2€ und das ist feinste Qualität, der bekommt seine Ware jeden 2. Tag frisch von nem Odenwälder bauern, lamm sogar täglich frisch, trotzdem ist es billig, einfach weil er keine hohe gewinnspanne damit hat, der setzt seine Gewinne vor allem mit Importen aus der Türkei um, kann das heimische fleisch also billig machen.
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Beitragvon fuffi » 05 Dez 2005 14:07

Der Bauer um die Ecke muss nicht immer teuer sein.

Ich hole die Rote Beete beim Bauern und zahl für ein 6 Kilo Sackerl 1,50 Euro. Da kann ich lange Salat von machen. Und besser schmeckt er auch als der fertig gekaufte.

Für einen halben Zentner Kartoffeln hab ich 5 Euro bezáhlt.
So schöne Knödel hatte ich schon lange nicht. Ausserdem verderben die Kartoffeln vom Bauern nicht so schnell.

Bei den Eiern brauch ich auch nicht schimpfen. Da verlangt er 1,30 Euro.

Ein Tipp am Rande. Der Chinakohl, und zwar Riesen-Dinger, kostet dieseWoche bei Aldi Süd 45 Cent.
Aldi Gemüse hat bei den Kontrollen von Greenpeace mit am Besten abgeschnitten. Man glaubt es kaum.

Viele grüße fuffi
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Beitragvon Helga2 » 05 Dez 2005 15:48

Nostradamuz hat geschrieben:ich kaufe mein Fleisch meist beim Türken, da kostet das Pfund Rinderhack 2€ und das ist feinste Qualität
... das ist wirklich ein guter Tip, bin teilweise extra zum Hauptbahnhof deshalb gefahren (dort gibt es in München viele türkische Läden). Der einzige Ort, wo ich gern Hackfleisch gekauft habe, es wird frisch durchgedreht, liegt nicht lange - nur die Atmosphäre dort war immer bisschen komisch. Aber ich bin ja dort nur zum Fleischkaufen gegangen.

Beim "Türken" gibt es auch immer gutes und preiswertes Gemüse und Obst -

Heike
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