Hilfe habe 2 wählerische Kinder

Beitragvon Patricia9369 » 08 Mär 2005 22:56

Hallo Heike!

Ich mußte gerade herzhaft lachen wie du die Szene beschrieben hast als du die Tomaten in die Toilette geworfen hast: hätte ich nicht gewußt das ich hinterher alles putzen muß hätte ich....
Ja jaaa, solche Gedanken halten mich dann auch meist vom äußersten ab.
Stimmt, so gesehen hab ich Glück das sie im Hort ißt, aber es ist ja auch abends noch oft so das sie etwas warmes will und das steht fertig auf dem Herd. Aber nööö, dat will ich nich heißt es meist. Ist wirklich nicht lustig. Aber nachdem was ich bislang hier so von anderen Müttern/Vätern gehört habe sind es eben oft Phasen die sich mit der Zeit geben und wenn sie etwas älter (somit auch reifer) sind kann man schon ehr an ihre Vernunft appelieren und vernünftige Kompromisse schließen.

Im Moment isses besser ich leg mir ein Bisonfell zu. :lol:
Aber das ist leichter gesagt als getan, denn in diese leidige Kochsache spielen noch viele andere Faktoren rein. Man fühlt sich irgendwann kaum noch "wertgeschätzt" weil dauernd gemotzt wird. Warum hast du nicht DEN Pullover gewaschen. Nä! DIE Hose zieh ich nich an, die is blöd. Und Schule is sowieso blöd und langweilig, da will & geh ich nicht hin. (Sie ist Erstklässlerin und hätte eigentlich zurückgestellt werden müssen, was inzwischen auch die Lehrer bestätigen, weil sie einfach noch zu sehr Spielkind ist)
Das kann schon nerven wenn man morgens um 6h "Schichtbeginn" :wink: hat, sie oft viel zu spät loskommt (da geht der Streit oft schon los) und die Meckerei sich dauernd fortsetzt. Am Ende des Tages kommt noch ein: (obwohl das Kinderzimmer schon voll genug ist vom Spielzeug) "Ich wünschte mir ich wäre Vanessa (oder sontjemand) dann hätte ich jetzt ... Spielzeug. Dann reichts wirklich. Aber auch da hilft wohl nur abwarten bisse älter werden und einen seelischen Pelzmantel zu tragen.

Ich arbeite dran.

Finds schön & aufmunternd wenn man sich nicht wie der einzige "Trottel" vorkommt sondern erfährt das es vielen so geht und man nur ganz normale Probleme hat. Denn etwas Sorgen macht man sich als Mutter ja immer.

Nochmals Gruß!
Pat

Eins fällt mir noch ein: Du hast Recht, bloß nicht auf Diskussionen einlassen, man verliert verdammt schnell als Erwachsene und wird oft überrumpelt weil die Kleinen sich natürlich schon so ihre Strategie zurechtgelegt haben (war ja auch nicht anders :wink: ). Dazu verstrickt man sich in nutzlose Machtkämpfe die Kraft kosten und schaukelt die Situation ungewollt mit hoch.
Wir haben z.B. jetzt für die morgendliche Prozedur ein Tonsystem entwickelt. Das nimmt dem aufstehen & fertigmachen die Diskutiererei und sie weiß genau was die 3 Male Alarm zu bedeuten haben. Ich sabbel mich nicht mehr mit ihr ab, erinnere/ermahne mal und sie hat sich an unsere Abmachung zu halten. Dieses System habe ich in Zusammenarbeit mit Pädagogen für uns entwickelt und es hilft wirklich, braucht aber natürlich auch seine Zeit bis es richtig funktioniert.
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Romane über Kinder ;-)

Beitragvon Patricia9369 » 08 Mär 2005 22:58

Huch. fällt euch das gleiche auf? Über Kinder und seine Erfahrungen mit ihnen kann man Romane schreiben... :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Nostradamuz » 08 Mär 2005 23:01

Soweit ich mich entsinne war ich immer recht unproblematisch als Kind...ich hoffe das stimmt wenn ich das hier lese... ;)
Ansonsten: Ihr macht mir angst da vergeht einem ja fast die Vorfreude ;)
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Keine Angst!

Beitragvon Helga2 » 08 Mär 2005 23:15

... mach dir keine Sorgen, Torsten, so schlimm iss es auch nicht. Wir übertreiben halt gern. Und es gibt ja auch schöne Momente, doch, die gibt es, das darf man nie vergessen. Ausserdem spielt der genetische Faktor eine grosse Rolle: wenn du unproblematisch warst, kannst du dich auch über unproblematischen Nachwuchs freuen!

Was einfach anders ist an die Kids heute: die große Klappe. Deshalb: sich möglichst nicht provozieren lassen (fällt mir nicht so leicht, da ich von Natur aus eher hitzig bin) -

Also: lass dir die Vorfreude von unsereren "Romanen" bzw. "Kurzgeschichten" nicht verderben!

Heike
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Beitragvon Nostradamuz » 08 Mär 2005 23:21

Im Pukt große Klappe geb ich dir recht, das sind im moment häufig die "erzeugnisse" der Anti-Autoritär erzogenen Generation (keine Kritik an euch ist ein generelles Problem) was sich ein zweites mal Rächt... Gewisse regeln braucht ein Kind und eltern die diese nicht gelernt haben können sie auch nicht weiter vermitteln, das Ergebniss sind Kinder ohne Respekt vor irgendetwas oder irgendjemandem. Damit will ich nicht sagen, dass ihr diesen Fehler gemacht ahbt, Wenn sich ein oder 2 Kinder in einer Gruppe so verhallten und damit durchkommen reicht das ja schon.
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Beitragvon Patricia9369 » 08 Mär 2005 23:27

Haha Heike... laut meinen Eltern war ich auch um einiges unproblematischer.. nunja, es gibt halt immer den Genmix von zwei Personen. :wink:

Aber bekomm keine Panik Torsten. Diese Sache hier mag etwas angsteinflößend auf einen werdenden Vater wirken, aber es gibt so viele wunderschöne Momente die man nie wieder missen mag. Auch bei den Kindern hat die Münze zwei Seiten.

Ich bin auch manchesmal recht hitzig, daher knallts vielleicht auch öfter (sie is nämlich genauso, oder ehr noch etwas sturköppiger) als bei von Natur aus mehr sanften Personen, aber mit eben dieser Leidenschaft, diesem Temeprament erleben wir ebenso die schönen Seiten und die (DAS garantiere ich dir) überwiegen!

Ohne sie komm ich mir ganz komisch vor... dann fehlt mir fast die Hälfte von mir oder anders: Das UNS fehlt mir dann.
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Beitragvon Helga2 » 08 Mär 2005 23:41

Patricia9369 hat geschrieben:Haha Heike... laut meinen Eltern war ich auch um einiges unproblematischer.. nunja, es gibt halt immer den Genmix von zwei Personen. :wink:


... das hätt ich jetzt glatt vergessen, da war doch noch was ... :wink:

Abgesehen davon: ich war auch ein braves Mädchen und ganz und gar nicht antiautoritär erzogen, Torsten :wink: - aber du hast ja auch auf den Einfluss der Umwelt hingewiesen. Mein Sohn hat schon im Kindergartenalter festgestellt, dass er mit "Dagegenreden" viel bewirken kann. - Aber, wie mein Vater immer meint, der ja noch aus der 68er Generation stammt (mir aber trotzdem die eine oder andere runterhaute): Wir wollen auch keine Ja-Sager heranziehen.

In diesem Sinne -
Heike
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Antiautoritär@Torsten

Beitragvon crazycook » 09 Mär 2005 00:17

Nostradamuz hat geschrieben:der Anti-Autoritär erzogenen Generation (keine Kritik an euch ist ein generelles Problem) was sich ein zweites mal Rächt...

Das ist doch aber dann eher Deine Altersklasse??? Klär mich auf, wenn ich falsch liege. So anno Ende der 70-er?
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Beitragvon Nostradamuz » 09 Mär 2005 00:19

eher die Jahre kurz davor ich hatte glück ;)
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Re: Antiautoritär

Beitragvon fuffi » 09 Mär 2005 12:39

Hallo miteinander,

will nicht vom eigentlichen Thema abschweifen, aber Thorsten hat schon irgendwie recht.

Im Pukt große Klappe geb ich dir recht, das sind im moment häufig die "erzeugnisse" der Anti-Autoritär erzogenen Generation (keine Kritik an euch ist ein generelles Problem)


Zei Faktoren sind ganz wichtig bei einem Kind

1. Liebe
2. eine strenge Hand

wenn Eines davon abgeht, gerät die Sache aus den Fugen. Beides ist wichtig.
Kinder können sich nicht selbst erziehen. Einer muß ihnen ja sagen, wo es lang geht´. Wer sonst, wenn nicht wir.
Mein Sohn war 15 als ich geschieden wurde. Wenn ich da keine klaren Fronten geschaffen hätte, wäre der mit mir Schlittengefahren.
Wir sollten schon unseren Kindern die Freundin sein, aber ein gewisser Respekt sollte schon bleiben.

Viele Grüße
Helga
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Re: Antiautoritär

Beitragvon loehae » 09 Mär 2005 12:47

fuffi hat geschrieben:2. eine strenge Hand

Ich weiß nicht ob man das als Strenge bezeichnen soll ! Ich würde es eher Konsequenz nennen, was nicht immer gleichbedeutend mit Strenge ist.

Gruß
Lilli
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Da hab ich es ja richtig gut

Beitragvon cora80 » 25 Mär 2005 12:57

Hallo,
meine zwei Mädels essen gott sei dank alles versucht es doch mal mit Aufläufen wie z.B. Gemüse was sie gerne essen als Auflauf oder Auflauf mit Reis und Fleisch. Was Kids natürlich auch gerne mögen sind Süße Aufläufe die kann man dann ja mal als Nachtisch machen .
Die meisten gehen schnell versucht es mal.

Viel Glück
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Mithilfe wirkt Wunder!

Beitragvon graehme27 » 27 Mär 2005 16:49

Hallo!

Hatte auch drei verwöhnte Kinder, die oft nörgelten, hab sie dann einfach helfen lassen bzw. auch mal alleine werken lassen und auf einmahl hat es wunderbar geschmeckt! Und auch heute noch gilt bei uns zu Hause die Devise, wenns nicht schmeckt lass es stehn oder mach dir selber was.
(Faulheit ist auch oft ein guter Koch)

Lg. majeta
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@ knuddelchen & majeta

Beitragvon Patricia9369 » 27 Mär 2005 17:01

Hallo knuddelchen & majeta!

Ist hier zwar nicht der richtige Thread (es gibt eine Rubrik "Ich stelle mich vor..." bei uns), aber ich möchte euch herzlich im webkoch begrüßen.

Verstärkung können wir immer gut brauchen. :wink:

Frohe Ostern wünsche ich euch noch!

Gruß, Patricia

-> @ majeta: ab wann hast du keine Kids (altersmäßig) allein in der Küche werkeln lassen? Und wie hast du es hinbekommen, daß sie sich dann nicht einfach an Keksen oder ähnlichem bedienen?
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Kinder in der Küche

Beitragvon graehme27 » 27 Mär 2005 18:52

Patricia9369 hat geschrieben:
ab wann hast du keine Kids (altersmäßig) allein in der Küche werkeln lassen?

am ende der Volkschule waren zb. Palatschinken kein Problem mehr.
oder Kartoffelbrei, Augsburger haben sie auch schon mal gekocht. Ich war zwar anwesend und habe auch tips gegeben aber im prinzip haben meie Kinder alleine gekocht.
Durch zuschaun und mithelfen sind die Gerichte dann immer aufwendiger geworden und jetzt schaffen sie schon zimlich alles.
Meine Kinder sind jetzt schon 20-17-15 Jahre und kochen nur noch selten (keine Zeit mehr).
Wenn keine Kekse zu Hause sind können sie keine essen und Muffins gibt es zur Jause(selbstgemachte)

Lg. majeta
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