Quittenmus nach Nostradamus
Zutaten
| Quitten | ||
| Madeirischen Zucker | ||
QUELLE Knut Boeser: Die Elixiere des Nostradamus Rowohlt August 1994 ISBN 3-499-13608-2 Erfasst: Ulli Fetzer 2:246/1401.62 - 25.10.94 | ||
Zubereitung
Wie man ein ueberaus schoenes, gutes, schmackhaftes, durchsichtiges und koestliches Quittenmus macht, welches lange Zeit aufbewahrt und einem Koenig vorgesetzt werden kann:
Nimm Quitten - welche Du willst, nur dass sie reif und schoen gelb sind zerschneide sie in Stuecke und schaele sie nicht (denn die sie schaelen, wissen nicht, was sie tun, denn die Rinde oder Schale vermehrt den Geruch), mach aus jeder Quitte fuenf oder sechs Schnitzel, tue die Koerner heraus, weil sie ohne dieselben besser sind. Wenn Du sie zerschnitten hast, lege sie in ein Becken mit Wasser, denn sonst werden sie schwarz, dann lasse sie in einem gut Teil Wasser zu einem Mus sieden. Wenn sie gut gekocht sind, seihe dieses Wasser durch ein dickes Leinentuch, druecke es so stark Du kannst aus. Sind es sechs Pfund oder drei Mass, so nimm vom Madeirischen Zucker anderthalb Pfund, wirf ihn hinein, lass alles auf einem sanften Kohlenfeuer sieden, so lange, bis Du siehst, dass es sehr eingesotten ist und abgenommen hat.
Loesch das Feuer zum Teil aus, damit es nicht anbrennt, was fuer die Farbe des Saftes nachteilig und schaedlich sein wuerde. Willst Du wissen, ob es richtig gekocht ist, nimm einen Spatel oder silbernen Loeffel, tue ein wenig darin auf einen Teller und siehst Du, wenn es erkaltet ist, dass es nicht tropft, sondern ganz beieinanderbleibt und nicht auseinanderfaellt, so ist es gekocht. Tue es vom Feuer und schaeume es ab und fuelle es in kleine Laden oder Schalen, welche form Du immer begehrst, denn dies kann leicht geschehen und ist gut anzusehen. Diese Farbe ist so durchsichtig, dass sie einem orientalischen Rubin gleich sieht. Dieser Saft ist auch im Geschmack nicht weniger koestlich und man kann in Kranken oder Gesunden eingeben.