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Warum gibt es immer noch Rezepte mit der Zutat Hai?

Warum gibt es immer noch Rezepte mit der Zutat Hai?

Beitragvon minebotticelli » 14 Jul 2008 21:42

Gegrilltes Haifischfilet mit Limonensauce

Klingt ja eigentlich sehr lecker,aber....

Die Haie sind auf dem besten Wege von uns Menschen ausgerottet zu werden. Es gibt auf unserem Planeten sicher keine Gruppe von Tieren, die sich einer solch extremen Verfolgung ausgesetzt sieht, wie die Haie. Jährlich werden über 200 Millionen Tiere gefangen, zum großen Teil aus reiner Profitgier. Zusammen mit dem schlechten "Image" der Haie könnte dies schon sehr bald zu Ihrem Verschwinden führen. Haifleisch schmeckt zumeist sehr bitter. Haiknorpel hat keine vitalisierende Wirkung, ist zudem völlig geschmacklos und Krebs kann mit Haiknorpel sicherlich auch nicht geheilt werden. Aber eines kann man mit Sicherheit sagen:
Haie sind gefährlich, aber nur wenn man sie isst!
Haifleisch und-flossen enthalten eine extrem hohe Konzentration an Methylquecksilber, einer extrem giftigen Substanz. Sie ist die Ursache der Minamata-Krankheit, von schweren Störungen des ZNS, Infertilität bei Männern, Krebs und schwerste Missbildungen von Neugeborenen, deren Mütter höheren Belastungen durch Methylquecksilber ausgesetzt waren. Die nationale Wissenschaftsakademie der USA schätzt, dass allein in den USA jährlich 60000 Kinder mit neurologischen Defiziten geboren werden, allein als Folge einer solchen Belastung. Die amerik. Gesundheitsbehörde warnt mittlerweile intensiv Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter vor dem Verzehr von Haifleisch.
Der von der EPA festgelegte Gefahrengrenzwert liegt für Menschen bei 0,1Mikrogramm Methylquecksilberaufnahme/kgKörpergewicht/Tag. Der Wert für ein Kilogramm Blauhaisteak beträgt aber schon 1400Mikrogramm. Die biologische Halbwertszeit (benennt den Zeitraum, nach der eine Substanz zur Hälfte aus dem Körper entfernt ist) beträgt ca. 60 Tage. Den Rest kann sich jeder selbst errechnen.
Ach ja, das Motto " Einmal ist Keinmal" ist im Falle des Methylquecksilbers geradezu katastrophal! Eine einmalige hohe Dosis verursacht größere irreversible Schäden, als längerfristige niedrigere Giftmengen.
Stichwort "Irreversibel": Gesundheitliche Schäden durch Methylquecks. bleiben zumeist bestehen, auch nach der Eliminierung des Giftes aus dem Körper!!



[2008-07-14 21:44] Bearbeitet durch -minebotticelli-
[2008-07-14 22:19] Bearbeitet durch -minebotticelli-
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Beitragvon frank » 15 Jul 2008 13:45

Hallo minebotticelli,

danke für den Hinweis auf die Haifischproblematik. Ich persönlich esse aus genau diesen Gründen sehr wenig Fisch.

Was die Frage der Gesundheit betrifft, so hat Fisch natürlich genügend wertvolle Inhaltsstoffe. Allerdings gibt es dem Gegenüber die Giftstoffe und Schwermetalle im Fisch.

Von der Politik kann man meiner Meinung nach wenig Maßnahmen oder Aufklärung erwarten: http://www.foodwatch.de/kampagnen__them ... renzwerte/

Bezüglich der Überfischerei wird sich meiner Meinung nach auch Mittelfristig nicht viel ändern. Zwar scheint die EU hier Kontrollen durchzufühen aber ob diese Wirksam sind wage ich zu bezweifeln. Außerhalb der EU sieht es in vielen Ländern sogar nicht schlechter aus.

Hier gibt es eine gute Anlaufstelle für mehr Informationen rund um den Fisch:
http://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/

Die spannende Frage ist nun, was ich mit dem Rezept machen soll. Ich kann es löschen und so dafür sorgen, dass in Google 1679 Beiträge zu Haifischfilet erscheinen oder man nutzt dieses Rezept zum Aufklären.
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Beitragvon HerrRossi70 » 19 Jul 2008 14:10

Ihr habt schon recht - diese armen , missverstandenen Kreaturen...bei Bildern wie diesem hier kriegt man richtig Lust auf Badeurlaub... :roll: :wink:
http://www.sharktoothcollector.at/entst ... _haies.htm


[2008-07-19 14:11] Bearbeitet durch -HerrRossi70-
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