Grüntee wird hochgeschätzt: Der Wachmacher aus Ostasien gilt als Schönheitsmittel, stärkt die Widerstandskraft, steigert die Konzentration. Das Spektrum reicht vom feinen Jasmintee bis zum kräftigen Gunpowder. Was verbirgt sich hinter dem grünen Mythos?

Grün auf verschiedene Art

Über 1500 Sorten von Grüntee gibt es. Im Handel findet man eine große Auswahl. Angebaut wird Grüner Tee vor allem in China und Japan. Seine Geschichte ist weit über tausend Jahre alt und eng mit der asiatischen Kultur verbunden. Im Unterschied zum Schwarzen Tee wird Grüner Tee nicht fermentiert. Er schmeckt und wirkt anders. Seine Inhaltsstoffe variieren. Der Sortenreichtum eröffnet ein eigenes Universum.(1)

Zu den fünf bekanntesten Grüntee-Sorten zählen:

  1. Gunpowder-Tee (ein chinesischer Grüntee mit würzig-bitterem bis rauchigem Geschmack und hohem Koffeingehalt, dessen kugelförmige Gestalt den Namen prägte; als aus China stammender Pingshui-, in Taiwan angebauter Formosa- und in den Bergen Sri Lankas als Ceylon Gunpowder wachsend)
  2. Jasmintee (aus dem Süden Chinas ist eher eine Mischung und keine Sorte; sein Name geht auf die Aromatisierung durch feine Jasminblüten zurück, die seinen lieblichen Geschmack bestimmen, meist wird Chun-mee-Tee als Basis genutzt)
  3. Matcha (ein japanischer, zu Pulver vermahlener Grüner Tee, der während des Aufgusses mit einem Pinsel aufgeschlagen wird, durch seine wunderschöne grüne Farbe überzeugt und süß bis herb schmeckt)
  4. Sencha (ein aus Japan stammender, heller, frisch schmeckender Grüntee, der an sonnigen Standorten wächst)
  5. Weißer Tee (wächst im südchinesischen Fujian, hat einen würzigen bis leicht bitteren Geschmack und ist dank seiner silbrigen Blätter von heller Farbe)

Das zeichnet Grüntee aus

Grüner Tee gilt als edles Getränk. Ihm werden viele gesunde Eigenschaften zugeschrieben. Der köstliche Muntermacher kann eine bekömmliche Alternative zum Kaffee darstellen. Er passt zu einem dynamischen und auch zu einem kontemplativen Lebensstil. Die Varianten der Teepflanze Camellia sinensis erfreuen sich weltweit steigender Beliebtheit.

Das sind die Vorteile von Grünem Tee

  • Grüner Tee hat nachhaltig belebende Wirkung. Der Koffeingehalt der einzelnen Sorten ist unterschiedlich. Während Gunpowder einen hohen Anteil an Koffein aufweist, sind es bei Sannenbanch lediglich 0,3 Prozent.
  • Grüner Tee macht schön. Der Beauty-Booster sorgt für schöne Haut und gilt als Jungbrunnen. Er kann auch äußerlich aufgetragen werden und trägt unter anderem durch seine Gerbstoffe, antibakteriell und entzündungshemmend, zur Hautpflege bei.
  • Grüner Tee soll freie Radikale neutralisieren. In der Traditionellen Chinesischen Medizin spielt er eine große Rolle bei der Bekämpfung entzündlicher Prozesse. Er hat einen hohen Anteil an Antioxidantien und Vitaminen. Darunter auch Vitamin C.
  • Grüner Tee stärkt das Immunsystem durch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Mineralstoffe wie Kalium und synergetische Effekte.
  • Grüner Tee stabilisiert die Psyche und stärkt die Resilienz. Geschmack und Aroma unterstützen die Wirkung der Inhaltsstoffe.

Kochen mit Grünem Tee

Die Zubereitung von Grüntee ist speziell. Anders als bei Schwarzem Tee darf Grüntee nicht zu heiß aufgegossen werden. Empfehlenswert sind Temperaturen zwischen 70 und 90 Grad. Damit bleiben die Wirkstoffe erhalten. Zieht der Tee zu lange, verändert sich sein Geschmack: Die bitteren Gerbstoffe treten hervor. Speziell ist die Zubereitung von pulverisierten Grüntee-Sorten. Sie werden mit einem besonderen Pinsel aufgemischt.

Grüner Tee in der Küche

Neben der Zubereitung als Getränk gibt es verschiedene Rezepte, in denen Grüner Tee eine Rolle spielt. Dazu gehören Smoothies, bei denen statt Wasser Grüntee zu Beerenmischung oder Gemüsemix gegeben wird. Ideal sind diese Mischungen als Energieschub am Morgen.

Als Bestandteil von Marmeladen und Gelees verleiht Grüner Tee in flüssiger oder pulverisierter Form den Produkten das gewisse Etwas und einen zusätzlichen gesunden Kick. Im Salatdressing, als Gewürz beim Abschmecken von Soßen und beim Erstellen von Bratenkrusten im Backofen lässt sich Grüner Tee einsetzen. Selbst Gebäck gewinnt durch Camellia sinensis in grüner Form.

Qualitätsmerkmale, die duften und schmecken

Grünen Tee gibt es in unterschiedlicher Qualität. Entscheidend ist das nicht allein für den Geschmack. Qualität bestimmt auch die Wirkung der Inhaltsstoffe. Gerade wer regelmäßig Grünen Tee trinkt, sollte auf Qualitätsmerkmale beim Kauf achten.

Kennzeichen hochwertigen Grüntees

  • Der Glanz gerollter Teeblätter gilt als Qualitätszeichen. Er zeigt eine sorgsame Behandlung während des Prozesses der Trocknung an.
  • Ein feiner Geruch spricht für einen exzellenten Grüntee.
  • Die meisten Grüntees sollten möglichst frisch verwendet werden. Lange Lagerzeiten wirken sich negativ auf Vitamine und ätherische Öle aus.
  • Bio-zertifizierter Grüner Tee garantiert einen schadstofffreien Anbau und puren, gesunden Teegenuss.
  • Bestimmte Grün-Tee-Sorten wie der japanische Gyokuro gelten als besonders wertvoll. Der aufwendige Anbau und die Verarbeitung bestimmen den Preis und machen den Grüntee zu einer delikaten Spezialität.(2)

Fazit

Grüner Tee ist eine Bereicherung als Getränk und im kulinarischen Bereich. Er erweitert auf gesunde Weise den Geschmackshorizont und lässt sich leicht mit bekannten Rezepten kombinieren.

Quellenangaben:

(1) https://www.lebensmittellexikon.de/g0001390.php

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Gyokuro

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