Deutschland zählt als Land der meisten Kaffeetrinker – in Europa liegen wir sogar an erster Stelle, noch vor Frankreich und Italien. Mehr als 65 Millionen Kaffeetrinker verzichten hierzulande ungern auf das heiße schwarze Getränk. Interessant ist dabei ebenfalls, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bürger ihren Kaffee lieber daheim als in einem Café genießen. Der altbekannte Filterkaffee wird dabei immer noch in den meisten Haushalten vorgezogen – der Kapsel- und Padkaffee holt jedoch auf. Was ist jedoch an den innovativen und meist viel teuren Kaffeegeräten dran? Ist der Geschmacksunterschied derartig groß, dass es den offensichtlichen Preisunterschied gerechtfertigt?

Kapseln

Filterkaffee – der Klassiker

Filterkaffeemaschinen sind seit Jahrzehnten in unseren Haushalten vertreten. Der Kaffeevorteil: Mit einer hochwertigen Kaffeemaschine und erstklassigen Kaffeebohnen lässt sich damit hervorragender Kaffee zubereiten. Die Anwendung ist komfortabel und einfach und der Kaffee ist im Nu zubereitet und es lassen sich gleichzeitig mehrere Tassen brühen.

Einer der größten Nachteile der Filterkaffeemaschine ist allerdings, dass sie außer einfachen Filterkaffee nichts Weiteres zubereiten kann. Weder Cappuccino noch Espresso sind mit dem Gerät möglich. Dahingegen kann eine Kapselmaschine den beliebten Latte Macchiato mit Dolce Gusto Kapseln zubereiten. Eine Filtermaschine ist in der Regel auch viel preiswerter: ein anständiges Gerät bekommt man bereits ab 20 EUR. Bei verschiedenen Modellen können die Preise selbstverständlich weiter steigen, wobei eine hochwertigere Filtermaschine auch Qualitätssteigerungen mit sich bringt. Einige Kaffeemaschinen verfügen zum Beispiel über Kalkfilter, die den Kaffee dann schmackhafter machen, da sie das Wasser vom Kalk befreien.

Der Kapselkaffee als beliebte alternative zum Espresso

Die Kapselkaffeemaschine ist leicht zu bedienen und erzielt gute Ergebnisse: Das Gerät schafft es durchaus, hervorragende Espressi herzustellen. Hier stehen ebenfalls verschiedene Zusatzmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen weitere Milchkaffee Spezialitäten zubereitet werden können.

Nespresso Kaffeemaschine

Der Nachteil ist hier jedoch die Bindung an den Kaffeemaschinen- und Kapselhersteller. Dementsprechend können die Auswahl an Geschmacksrichtungen und die Verfügbarkeit eingeschränkt sein. Mit einem Kaufpreis zwischen 80 und 300 Euro erscheint die Anschaffung zunächst günstig – mit Preisen für einzelne Kapseln von etwa 40 Cent pro Kapsel können die Geräte insbesondere bei Vieltrinkern letztendlich doch ins Geld gehen.

Ähnlich wie Kapseln: Pads

Die Padmaschine ist ähnlich wie die Kapselmaschine: Gleiches Prinzip, nur eben Pads statt Kapseln. Mit der Kaffeemaschine sind je nach Maschinenart auch Milchkaffeespezialitäten und Espressi möglich. Padmaschinen lassen sich geschmacklich natürlich nicht mit hochwertigen Siebträgermaschinen vergleichen, aber genießbar ist der Kaffee definitiv.

Auch die Pads können je nach Hersteller etwas teurer ausfallen, wodurch die preiswerte Anschaffung dann wieder beseitigt wird. Wenn man sich mit klassischem Kaffee zufriedengibt, dann ist eine Padmaschine durchaus empfehlenswert.

Ein Tipp am Rande: Bei der Anschaffung der Kaffeemaschine sollten immer auch die Folgekosten in Betracht genommen werden, da diese insbesondere bei Kapsel- und Padmaschinen je nach Verzehrmenge relativ hoch ausfallen können. Des Weiteren fallen bei den hochwertigen Siebträgermaschinen und Vollautomaten zusätzlich Wartungsarbeiten ins Gewicht.

Filterkaffee vs. Kapseln – Fazit

Alle genannten Kaffeemaschinen haben gewisse Vor- und Nachteile und letztendlich entscheiden das Budget und der eigene Anspruch. Anspruchsvolle Kaffeetrinker, für die der Kaffeegeschmack eine wichtige Rolle spielt, sind mit einer klassischen Filterkaffeemaschine auf jeden Fall besser bedient als mit einer Kapsel- oder Padmaschine. Für Vieltrinker ist die Filterkaffeemaschine ebenfalls eine optimale Option – wer den Kaffee hauptsächlich alleine oder zu zweit genießt, kann sich gut von der Pad- oder Kapselmaschinen bedienen lassen. Eins ist jedoch klar: Beim Kaffeegeschmack scheiden sich seit Jahrzehnten die Geister und somit ist der Kaffee perfekt, der einem persönlich schmeckt.

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