{"id":453,"date":"2013-05-27T09:58:05","date_gmt":"2013-05-27T07:58:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/?p=453"},"modified":"2014-05-13T15:16:43","modified_gmt":"2014-05-13T13:16:43","slug":"milch-sorten-herstellung-und-merkmale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/453\/milch-sorten-herstellung-und-merkmale","title":{"rendered":"Milch: Sorten, Herstellung und Merkmale"},"content":{"rendered":"<p>Zu der bekanntesten Form von Milch z\u00e4hlt die Kuhmilch. Diese wird durch Melken aus den Eutern der Muttertiere gewonnen und z\u00e4hlt zu den wichtigsten Nahrungsmitteln des Menschen. Mit dem h\u00f6chsten Anteil an Kalzium ist Milch eine wichtige Grundlage f\u00fcr die St\u00e4rke von Z\u00e4hnen und Knochen. Mit einem 90-prozentigen Anteil von Wasser besteht sie aus hochwertigen N\u00e4hrstoffen.<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"#Herstellung\">Herstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#Milchsorten\">Milchsorten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#N\u00e4hrstoffe\">N\u00e4hrstoffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#Laktoseintoleranz\">Milch trotz Laktoseintoleranz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#Farbe\">Woher kommt die Farbe?<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<h3 id=\"Herstellung\">Herstellung<\/h3>\n<p>Bei der Produktion sind einige Hygienevorschriften zu beachten. Als N\u00e4hrboden f\u00fcr Bakterien muss Milch st\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcft werden. Die Melkmaschine, der Stall und das Personal unterliegen daher regelm\u00e4\u00dfigen Kontrollen.<\/p>\n<p>Die unterschiedlichen Milchsorten werden zus\u00e4tzlich mit W\u00e4rme behandelt. Dabei ist der W\u00e4rmegrad entscheidend. Je h\u00f6her dieser ist, umso l\u00e4nger ist die Milch haltbar.<\/p>\n<h3 id=\"Milchsorten\">Milchsorten<\/h3>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milchkanne.jpg\" rel=\"lightbox[453]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1219\" alt=\"Milchkanne\" src=\"http:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milchkanne-300x216.jpg\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milchkanne-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milchkanne.jpg 665w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Rohmilch:<\/strong> Als Rohmilch wird die frisch gemolkene Milch bezeichnet. Diese wird sofort nach dem Melken filtriert und gek\u00fchlt, sie ist v\u00f6llig unbehandelt. Dabei sind besonders strenge Hygienevorschriften zu beachten. Sie darf nur vom Hof des Erzeugers verkauft werden. Verpackte und filtrierte Rohmilch ist als Vorzugsmilch im Handel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<ul>\n<li>Fettgehalt: Normalwert zwischen 3,5 und 4 Prozent, variiert nach Rasse, Futter und Jahreszeit<\/li>\n<li>Haltbarkeit: sehr kurzfristig, gek\u00fchlt zwei bis drei Tage<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Vollmilch:<\/strong> Durch kurzes Erhitzen wird die Vollmilch, die auch Frisch-, Trink- oder Landmilch genannt wird, von Keimen befreit und ist damit l\u00e4nger haltbar. Im Herstellungsprozess wird sie pasteurisiert und homogenisiert.<\/p>\n<ul>\n<li>Fettgehalt: Frisch- oder Trinkmilch mindestens 3,2 Prozent, Landmilch bis zu 3,8 Prozent<\/li>\n<li>Haltbarkeit: je nach Behandlung gek\u00fchlt zwei bis sechs Tage<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fettarme Milch:<\/strong> Wie die Vollmilch ist auch die fettarme Milch w\u00e4rmebehandelt. Durch den geringen Fettgehalt ver\u00e4ndert sich die Milch geschmacklich. Daher wird zum Ausgleich Milcheiwei\u00df hinzugef\u00fcgt. Die fettarme Milch wird pasteurisiert und homogenisiert.<\/p>\n<ul>\n<li>Fettgehalt: 1,5 bis 1,8 Prozent, entrahmte Magermilch 0,3 bis 0,5 Prozent<\/li>\n<li>Haltbarkeit: gek\u00fchlt vier bis sechs Tage<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>H-Milch:<\/strong> Die bearbeitete Vollmilch wird durch nat\u00fcrlichen oder eingestellten Fettgehalt l\u00e4nger haltbar gemacht. Abh\u00e4ngig vom Gehalt ist sie auch als fettarme Milch oder Magermilch erh\u00e4ltlich. F\u00fcr kurze Zeit wird sie ultrahocherhitzt und homogenisiert. Dadurch ist das Milcheiwei\u00df besser bek\u00f6mmlich.<\/p>\n<ul>\n<li>Fettgehalt: verschiedene Stufen an Fettgehalt<\/li>\n<li>Haltbarkeit: unge\u00f6ffnet ohne K\u00fchlung sechs bis acht Wochen, ge\u00f6ffnet und gek\u00fchlt drei bis f\u00fcnf Tage<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Begriffserkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Homogenisiert:<\/strong> Die nat\u00fcrliche Entrahmung der Milch wird so verhindert. Dadurch erh\u00e4lt sie einen vollmundigeren Geschmack und wird vertr\u00e4glicher.<\/p>\n<p><strong>Pasteurisiert:<\/strong> Hitzeempfindliche Mikroorganismen und Milchs\u00e4urebakterien werden abget\u00f6tet. Dadurch ist die Milch keimarm und l\u00e4nger haltbar.<\/p>\n<p><strong>Ultrahocherhitzt:<\/strong> Die Milch wird auf mindestens 135 Grad Celsius erhitzt, was zum Verfahren der Konservierung z\u00e4hlt. Im Vergleich zum Pasteurisieren gehen mehr wertvolle Vitamine verloren.<\/p>\n<h3 id=\"N\u00e4hrstoffe\">N\u00e4hrstoffe<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milch-und-Jogurt.jpg\" rel=\"lightbox[453]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1220\" alt=\"Milch und Jogurt\" src=\"http:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milch-und-Jogurt-300x300.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milch-und-Jogurt-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milch-und-Jogurt-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Milch-und-Jogurt.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Milch z\u00e4hlt aufgrund der vielen Inhaltsstoffe zu den wichtigsten Nahrungsmitteln des Menschen. Das enthaltene Eiwei\u00df unterst\u00fctzt Muskeln, Haare, Haut und Knochen. Die N\u00e4hrstoffe sind in dem hohen Wasseranteil gel\u00f6st und befinden sich in den enthaltenen Fetten. Sie setzen sich zusammen aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Kalzium<\/li>\n<li>Eiwei\u00dfen<\/li>\n<li>Vitaminen<\/li>\n<li>Mineralstoffen<\/li>\n<li>Milchzucker und Milchfett<\/li>\n<\/ul>\n<p>Besonders hochwertig ist das enthaltene Eiwei\u00df. Dieses ist durch die hohe Anzahl an essenziellen Aminos\u00e4uren besonders gesund. Das Eiwei\u00df transportiert Eisen und Abwehrstoffe, die f\u00fcr ein gesundes Abwehrsystem ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p><strong>Tipp:<\/strong> Milchprodukte, die mit pflanzlichen Lebensmitteln kombiniert werden, ergeben eine h\u00f6here Eiwei\u00dfwertigkeit.<\/p>\n<p>Die Kohlenhydrate in der Milch setzen sich nur aus dem Milchzucker zusammen, der dem K\u00f6rper die notwendige Energie liefert.<\/p>\n<div class=\"merkbox\"><div class=\"merkbox-content clearfix\"> <strong>Gesunde Milch:<\/strong> Durch Milchzucker wird die T\u00e4tigkeit der Darmflora unterst\u00fctzt und der K\u00f6rper kann das Kalzium besser aufnehmen. <\/div><\/div>\n<p>In der Milch sind viele wichtige Vitamine enthalten. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Vitamin A<\/li>\n<li>Vitamin B1<\/li>\n<li>Vitamin B2<\/li>\n<li>Vitamin B12<\/li>\n<li>Vitamin D<\/li>\n<li>Vitamin E<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"Laktoseintoleranz\">Milch trotz Laktoseintoleranz<\/h3>\n<p>Bei Laktoseintoleranz handelt es sich um die Unvertr\u00e4glichkeit von Milchzucker. Dabei wird im K\u00f6rper zu wenig vom Enzym Laktase hergestellt. Dieses hat die Aufgabe, den Milchzucker im D\u00fcnndarm aufzuspalten und so vertr\u00e4glich zu machen. Diese Aufteilung ist notwendig, da das Laktoseenzym nicht im Ganzen ins Blut aufgenommen werden kann.<\/p>\n<p>Neben dem Verzehr von Kuhmilch gibt es viele Produkte, die auch f\u00fcr Allergiker bek\u00f6mmlich sind.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Laktosefreie Milch:<\/strong> Der Rohmilch wird das Enzym Laktase zugef\u00fcgt. Die Aufgabe, die der K\u00f6rper \u00fcbernehmen sollte, wird somit schon vorher erledigt. Der Milchzucker wird bei der Herstellung in Glukose und Galaktose gespalten.<\/li>\n<li><strong>Sojamilch:<\/strong> Dieses pflanzliche Getr\u00e4nk wird aus Sojabohnen hergestellt und bildet das vegane Pendant zur Kuhmilch. Dabei ist der Eiwei\u00dfgehalt ann\u00e4hernd gleich. Kohlenhydrat- und Fettgehalt liegen sogar unter denen der Kuhmilch.<\/li>\n<li><strong>Getreidemilch:<\/strong> Wie der Name schon sagt, besteht diese Milch aus Getreide oder Mehl. Auch die Reismilch z\u00e4hlt zu der Sorte der Getreidemilch und enth\u00e4lt ebenfalls keine Laktose. Vitamine und Mineralstoffe entsprechen etwa dem Gehalt von Kuhmilch.<\/li>\n<li><strong>Mandelmilch:<\/strong> Auf pflanzlicher Basis ist die Mandelmilch eine gute Alternative zur Kuhmilch. Sie enth\u00e4lt keine Laktose, da zur Herstellung nur ger\u00f6stete Mandeln mit Wasser \u00fcbergossen werden. Teilweise wird sie mit Gew\u00fcrzen wie Vanille, Zimt oder Orangenbl\u00fctenwasser verfeinert.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"merkbox\"><div class=\"merkbox-content clearfix\"> <strong>Hintergrund:<\/strong> Genetisch war der Verzehr von Milch im Erwachsenenalter nicht vorgesehen. Fr\u00fcher war es normal, dass erwachsene die F\u00e4higkeit der Spaltung des Milchzuckers verloren. <\/div><\/div>\n<h3 id=\"Farbe\">Woher kommt die Farbe?<\/h3>\n<p>Da Milch zum Gro\u00dfteil nur aus Wasser besteht, stellt sich die Frage, woher die wei\u00dfe F\u00e4rbung kommt. Besonders das enthaltene Fett und das Eiwei\u00df geben der Milch ihren Ton. Das Eiwei\u00df Kasein ist in fein verteilten Tr\u00f6pfchen in der Milch vorhanden und reflektiert das Tageslicht. Durch die Streuung in alle Richtungen erscheint es dem menschlichen Auge wei\u00df. Je mehr Fett in der Milch enthalten ist, umso kr\u00e4ftiger erscheint uns die wei\u00dfe Farbe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Milch hat neben Kalzium auch noch viele andere wichtige und gesunde Inhaltsstoffe. Die Produktion konzentriert sich heute besonders auf die Haltbarkeit von Milch und bietet dem Verbraucher unterschiedliche Sorten an. <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":1218,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=453"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2253,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/453\/revisions\/2253"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}