{"id":2381,"date":"2018-10-13T18:12:14","date_gmt":"2018-10-13T16:12:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/?p=2381"},"modified":"2018-10-13T18:12:14","modified_gmt":"2018-10-13T16:12:14","slug":"wie-schaedlich-ist-palmoel-gute-gruende-fuer-den-bio-anbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.webkoch.de\/ratgeber\/2381\/wie-schaedlich-ist-palmoel-gute-gruende-fuer-den-bio-anbau","title":{"rendered":"Wie sch\u00e4dlich ist Palm\u00f6l? Gute Gr\u00fcnde f\u00fcr den Bio-Anbau"},"content":{"rendered":"<p>Palm\u00f6l ist ein sehr begehrter Rohstoff. Er ist fast \u00fcberall enthalten, in Lebensmitteln wie Kosmetikprodukten und ist aus diesen produzierenden Gewerben nicht mehr wegzudenken. Diese hohe Nachfrage kann nur mit intensiver Landwirtschaft bedient werden. Doch gerade deshalb steht das begehrte Palm\u00f6l immer wieder in der Kritik. Der massiver Anbau gehe zu Lasten von Natur und Mensch und nur ein 100 prozentiger Palm\u00f6lverzicht k\u00f6nne den fortschreitenden Anbau und damit die Regenwaldzerst\u00f6rung aufhalten. Doch es gibt auch andere Alternativen, die bislang aufgrund der Wirtschaftlichkeit fast ungenutzt bleiben.<\/p>\n<h2>Palm\u00f6l steckt \u00fcberall<\/h2>\n<p>Das beliebte Palm\u00f6l ist mit Abstand das wichtigste Pflanzen\u00f6l weltweit und ist in beinahe jedem zweiten Produkt enthalten. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, ist Palm\u00f6l doch billig, vielf\u00e4ltig einsetzbar und \u00e4u\u00dferst gesund, da es keine Transfetts\u00e4uren enth\u00e4lt. Und so findet sich der pflanzliche Rohstoff in verschiedenen Lebensmitteln wie Schokolade, Margarine, Backwaren, Chips, Pommes, Suppen oder Fertiggerichten. In den Inhaltsangaben wird es dabei meist eher unscheinbar als &#8222;pflanzliches \u00d6l&#8220; gekennzeichnet. Doch auch in verschiedenen Kosmetikprodukten wird Palm\u00f6l rege verarbeitet. So ist es Bestandteil von Hautcremes, K\u00f6rperlotionen, Seifen, Lippenstiften und anderen Kosmetikprodukten. Die Einsatzm\u00f6glichkeiten sind dabei aber noch l\u00e4ngst nicht ersch\u00f6pft! Aus Palmkern\u00f6l k\u00f6nnen zudem Tenside hergestellt werden, Palm- oder Palmkern\u00f6l ist daher auch in Schmiermitteln, Farben und Lacken zu finden. Daneben werden etwa 5 % der Palm\u00f6l-Ernte zur Strom- und W\u00e4rmeproduktion und als Biokraftstoff genutzt. Ortsans\u00e4ssige Bauern haben ihre gesamte Ern\u00e4hrung auf das Pflanzen\u00f6l ausgerichtet und decken ihren t\u00e4glichen Fettbedarf mit Palm\u00f6l.<\/p>\n<h2>Aggressive Landwirtschaft<\/h2>\n<p>Die Nachfrage ist riesig und wird in den n\u00e4chsten Jahren voraussichtlich weiter ansteigen. Aufgrund der hohen Nachfrage werden riesige Teile tropischer Regenw\u00e4lder auf Kosten von Mensch und Tier gerodet. Der intensive Anbau wird dabei haupts\u00e4chlich in Indonesion und Malaysia betrieben, aber auch S\u00fcdamerika und Afrika z\u00e4hlen zu den produzierenden L\u00e4ndern. Allein in den letzten 10 Jahren hat sich die Produktion von Palm\u00f6l verdoppelt. Aktuell sind insgesamt 12 Millionen Hektar Plantagenfl\u00e4che, Tendenz steigen. Diese riesigen Monokulturen bringen viele Probleme mit sich. Es kommt zum Einsatz von Pestiziden, riesige Wassermengen werden f\u00fcr den Anbau den nat\u00fcrlichen Reservoirs entzogen und durch Trockenlegung von Torf, aus dem weite Teile der Regenw\u00e4lder bestehen, setzt enorme Mengen CO2 frei. Der Lebensraum vieler bedrohter Tierarten und indigener V\u00f6lker wird unwiederbringlich vernichtet, die B\u00f6den werden ausgelaugt und abgetragen. Jedoch ist die Palm\u00f6lpflanze nicht von vornherein zu verteufeln. Auf vergleichsweise geringer Fl\u00e4che k\u00f6nnen gro\u00dfe Teile des Palm\u00f6lbedarfs angebaut werden, da die B\u00e4ume sehr ertragreich sind. Es ist viel Potential vorhanden, um nachhaltige Anbaustrategien zu entwickeln.<\/p>\n<h2>Bio-Anbau als Alternative<\/h2>\n<p>Das gesunde und vielf\u00e4ltige Palm\u00f6l l\u00e4sst sich nur schwer ersetzen. Es ist ein fester Bestandteil in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie geworden und die Nachfrage steigt stetig weiter. Die Forderung, zu 100 % palm\u00f6lfrei zu produzieren, ist da einfach nur utopisch. Eine m\u00f6gliche Alternative gibt es allerdings, um die extreme Regenwaldrodung f\u00fcr den Palm\u00f6lanbau einzud\u00e4mmen oder Neurodungen gar g\u00e4nzlich zu vermeiden. Der Bio-Anbau besitzt gro\u00dfes Potential, um umweltvertr\u00e4glich und nachhaltig Palm\u00f6l anzubauen. Entsprechend den Regeln des \u00f6kologischen Anbaus werden weder Pestizide noch Kunstd\u00fcnger eingesetzt. Ein Plantagenanbau l\u00e4sst sich hingegen nicht vermeiden, jedoch wird dieser auf bereits in den 1980er Jahren gerodeten Landfl\u00e4chen vollzogen. Bislang ist <a href=\"https:\/\/www.super-food.de\/palmoel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bio-Palm\u00f6l<\/a> auf dem weltweiten Markt leider nur schwach vertreten. Dies liegt zum einen an den hohen Anbaukosten, zum anderen jedoch ist die Konkurrenz durch die gro\u00dfen Konzerne und ihr konventionell angebautes Palm\u00f6l zu gro\u00df, als dass sich der Markt nennenswert weiterentwickeln k\u00f6nnte. Dies ist nur m\u00f6glich, wenn die Konsumenten umdenken und verst\u00e4rkt auf zertifiziertes Bio-Palm\u00f6l in den Produkten achten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Palm\u00f6l ist ein sehr begehrter Rohstoff. Er ist fast \u00fcberall enthalten, in Lebensmitteln wie Kosmetikprodukten und ist aus diesen produzierenden Gewerben nicht mehr wegzudenken. 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