Gurgen- oder Kukumern-Salat einzumachen
Zutaten
| Gurken | ||
| Salz | ||
| Guter Essig | ||
| Baumöl | ||
| Weckgläser | ||
QUELLE Oberrheinisches Kochbuch a.d. Jahre 1811 | ||
ERFASST VON Renate Schnapka am 12.05.97 | ||
Zubereitung
Dieses Rezept stammt aus einem sehr alten Kochbuch, in dem teilweise sehr alte Gewichte erwaehnt werden. Sollte jemand diese Rezepte nachkochen wollen, kann ich ihm nur ungefaehre Hilfen anbieten. Aus einer frueher geposteten Info konnte ich entnehmen, dass 1 MASS = 1,07-1,2l; 1 LOT = ca. 15-17g; 1 SCHOPPEN = vermutlich 1/2l enthalten. Ganz allgemein meine ich beim Lesen der Rezepte festgestellt zu haben, dass es auf ein wenig mehr oder weniger meist nicht ankommt.
Um wenigtens einen Teil der "Originalitaet" der Rezepte zu erhalten, behalte ich die Schreibweise des Textes bei. (R. Schnapka)
Nimm Kukumern, die nicht gar zu gross sind und keine Kernen haben; sie muessen aber auch nicht welk seyn. Schaele sie rein ab, dass ja nichts Gruenes daran bleibt, und schneide sie wie gewoehnlich zu Kukumern-Salat. Vermenge sie dann mit Salz; sie duerfen aber ja nicht ausgedrueckt werden. Nimm eine irdene Schuessel mit Loechern, lege eine duenne Serviette hinein und lass die Kukumern eine Nacht darin stehen, damit sie rein auslaufen. Sie duerfen durchaus nicht eingedrueckt werden. Thue sie dann in Bouteillen (Glaeser) mit weiten Oeffnungen. Koche guten Essig auf, lass ihn wieder kalt werden und giesse ihn ueber die Kukumern. Der Essig muss ueber die Kukumern zusammen gehen. Alsdann giesse 2 Finger hoch feines Baumoel darueber, binde die Glaeser mit papier zu und stelle sie an einen kuehlen, trockenen Ort, so halten sie sich sehr gut. Will man hernach die Kukumern brauche, so nimmt man mit einem silbernen Loeffel, so viel man noethig hat, heraus. Der Essig muss aber, wie gesagt, in den Glaesern immer ueber die Kukumern zusammen gehen, und so auch das Baumoel, denn sonst verderben sie.