Einfache Fleischbrühe (Bouillon)



Zutaten

280gmageres Ochsenfleisch vom Schlegel
1lWasser
Salz
Suppenkräuter (bestehend aus
gelbe Rüben
weiße Rüben
Sellerie
Porri
Pastinak Wurzeln)
½Kopf Wirsingkraut
gebratene Zwiebeln

QUELLE Rottenhöfers Kochbuch erfaßt von: Michael Bromberg

Sollten Sie eine Einheit nicht kennen, so finden Sie hier eine Übersicht der Maßeinheiten.

Zubereitung

Nachdem man ein Stück mageres Ochsenfleisch vom Schlegel ausgebeint hat, zerschneide man es in Stücke, zerhacke ebenfalls die Knochen klein, wasche alles schnell und rein aus, bringe es zusammen mit einem mit kaltem Wasser (1 Liter auf 280 Gramm Fleisch) angefüllten Fleischtopf und setze den selben zum Feuer; nach Verlauf einiger Zeit wird sich auf der Oberfläche des Wassers Schaum zeigen, welcher nichts anderes ist als Eiweißstoff, der, indem er nach der Oberfläche steigt, alle fremdartigen Theile, die im Wasser und im Fleische enthalten sind, mit sich nimmt. Diesen Schaum nehme man nun rein ab, unterhalte das Feuer gelinde, damit derselbe aufsteigen und sorgfälltig abgenommen werden kann, und gieße einigemal einen Schöpflöffel voll kaltes Wasser nach, welches denselben noch befördert, denn je mehr Schaum abgenommen wird, desto reiner wird die Suppe und desto länger wird sie gut bleiben.

Wenn nun das Fleisch abgeschäumt ist, salze man die Brühe wenig, gebe Suppenkräuter hinzu, die aus gelben und weißen Rüben, Sellerei, Porri und Pastinak-Wurzeln bestehen, füge diesen noch einen halben Kopf Wirsingkraut hinzu und einige gebratene Zwiebeln, die der Fleischbrühe eine schöne Farbe geben.

Sollten vom Tage vorher noch einige Knochen in Rest geblieben sein, so gebe man diese zur Suppe; woraus man aber nicht schließen darf, obschon diese lächerliche Meinung allenthalben besteht, daß Knochen allein schon eine gute Suppe geben, denn da diese gänzlich ohne Gallert-Extrakt sind, so erhält eine solche Suppe weder angenehmen Geschmack, noch guten Geruch.

Nach Verlauf mehrerer Stunden wird nun der Topf zurückgehoben und eine viertel Stunde ruhig stehen gelassen, das Fett wird sich sodann auf der Oberfläche gesammelt haben und gut abgenommen werden können. Ist dies erreicht, so seihe man die Brühe durch eine rein ausgewaschene, geruchlose Serviette, in ein irdenes Gefäß und stelle sie bis zum Gebrauche an einen kalten, luftigen Ort.

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Portionen:
 
Autor, Eingegeben oder Gepostet:Alfons
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Brühe
Fleischgericht


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